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Mit welcher Kamera hast du das Bild gemacht? Welche Objektive nutzt du? Hast du eine Tasche oder einen Rucksack? Als Fotograf wird man oft mit solchen oder ähnlichen Fragen konfrontiert. Weil auch ich es immer hoch interessant finde, welche Ausrüstung Kollegen mit sich herumtragen und mit welchen Kameras/Objektiven ihre Bilder entstehen, liste ich hier mal einen Teil von dem auf, was ich so tagtäglich mit mir herumtrage, bzw. benutze.
Ganz oben auf der Liste muss natürlich die Kamera oder die Kameras stehen. Seit etwas über einem Jahr habe ich eine Nikon D3s. Der Grund zur Anschaffung dieser ohne Frage teuren Kamera ist die Sportfotografie. Dank ihrer Schnelligkeit von 9 Bilder/s bin ich da denke ich ganz gut aufgestellt. Die gute Verarbeitung, übersteht auch mal einen starken Regenschauer
der präzise Autofokus und natürlich die gute Bildqualität bei hohen Empfindlichkeiten (über ISO 3200 ohne Probleme) helfen einem tagtäglich ungemein.
Als zweiter Body leistet mir nun die Nikon D800 gute Dienste. Dank ihrer 36 Millionen Pixel lassen sich Fotos in sonst nur aus dem Mittelformat bekannten Größen produzieren. Für Portraits, Stockfotografie oder Reportagen ist diese Kamera einfach genial. Einziges Manko ist die Schnelligkeit, mit den 9 Bildern pro Sekunde der D3s kann sie nicht mithalten, aber dennoch kann man sie bei Sportveranstaltungen gut als Zweitbody nutzen.
Mein absolutes Lieblingsobjektiv ist das Nikon AF-S Nikkor 70-200mm 1:2,8f VR II – Ob Sport-, Portrait- oder Pressefotografie, es ist vielseitig einsetzbar und diese Brennweite darf in keiner Fototasche fehlen. Den eingebauten Bildstabilisator nutze ich zwar nur selten, aber wenn, dann bringt er mit seinen zwei Stufen ne ganze Menge. Ein 70-200mm ist das Standardobjektiv in der Sportfotografie, zumindest bei Indoorsportarten wie Handball.
Neben dem Teleobjektiv darf natürlich auch ein sogenannter Standardzoom nicht fehlen. Bei Nikon kommt man in der Vollformatliga dann am Nikon AF-S Nikkor 24-70 1:2,8f ED nicht vorbei. Von Weitwinkel bis in leichten Telebereich ist diese Linse somit die ideale Ergänzung zum 70-200mm. Außerdem ist dieses Objektiv bei mir immer auf der Kamera, da es von der Größe ideal ist und Kamera samt Objektiv so direkt in die Tasche passen. Bildstabilisator hat es keinen, aber wann braucht man den in diesem Brennweitenbereich schon mal. Vermissen tue ich in hier auf keinen Fall.
Zwar ist es noch nicht in meiner Tasche, folgt aber im Laufe des Sommers. Das Nikon AF-S Zoom Nikkor 14-24 1:2,8 G ED. Seit Monaten wünsche ich mir mehr Weitwinkel, denn bei 24mm stößt man bei diversen Situationen an die Grenzen des Möglichen. Logische Konsequenz, ein Weitwinkel muss her und da mir bei meiner Arbeit Zooms mehr bringen als Festbrennweiten, bin ich bei dieser Linse gelandet, da sie auch nahtlos an die bisherigen Brennweiten anknüpft. Nachdem ich sie getestet habe, war ich von den Abbildungsleistungen begeistert.
Für mehr Licht im direkten Umfeld sorgt bei mir ein Nikon SB-900. Dieser Aufsteckblitz bietet so viele Funktionen und Menüeinstellungen, dass ich auch nach zwei Jahren immer noch nicht weiß, was er alles kann bzw. was ich alles einstellen kann. Aber das ist auch egal, ich nutze meistens nur die Automatik oder stelle manuell die Blitzleistung ein. Mittlerweile wurde er, dass geht ja bei den Herstellern immer recht schnell vom Nikon SB-910 abgelöst. Die Unterschiede dürften so minimal sein, dass der SB-900 sicherlich noch einige Jahre gute Dienste leisten wird.
Hat man zwei Kameras, so braucht man in der Regel auch zwei Aufsteckblitze. Als zweites Blitzgerät habe ich nun den im Vergleich zum SB-900 deutlich kleineren Nikon SB-700. Trotz der deutlich kleineren Bauart bin ich mit dem Gerät zufrieden. Es leistet das, was ich brauche und wird auch nicht zu schnell heiß, was eines der Probleme des SB-900 war. Der Funktionsumfang ist ähnlich wie beim großen Bruder, das Gerät verfügt über die Automatik-Modi, Manuelle Möglichkeiten, einen Master/Slave Modus und vieles mehr. Das Preis-Leistungsverhältnis empfinde ich als gut.
Und wohin mit dem ganzen Kram? In den vergangen Jahren habe ich etliche Fototaschen ausprobiert und war eigentlich nie so richtig zufrieden. Irgendwann wurde jede Tasche zu klein oder zu unhandlich, die Gurte verdrehten sich usw. Das Suchen hatte dann aber irgendwann ein Ende mit der Lowepro Magnum 650 AW Kameratasche schwarz
bin ich vollends zufrieden. Zwar passt mein 15,6 Zoll Notebook nicht in die passende Tasche, aber das ist auch schon das einzige Manko. Alles an Ausrüstung passt rein und wetterfest ist die Tasche auch, was sie bereits relativ häufig unter Beweis stellen musste.
Wenn die Schultertasche mal zu unhandlich ist, beispielsweise bei längeren Ausflügen ohne Auto, dann kommt die Lowepro Vertex 300 AW Kameratasche schwarz
/Rucksack zum Einsatz. Von der Menge der Ausrüstung bekomme ich hier in etwa das identische rein, wie in die große Tasche, mit dem Vorteil, dass die Ausrüstung auf dem Rücken sitzt und nicht an der Schulter hängt. Ein Vorteil ist auch hier wieder die wetterfeste Hülle, die sich in wenigen Sekunden anbringen lässt. Bei starkem Regen oder Schneefall bleibt alles trocken. Wie auch die Lowepro Tasche passt der Rucksack im Flugzeug ins Handgepäck.
Ohne sie würde es keine Bilder geben, die Speicherkarten, wie zum Beispiel eine SanDisk ExtremeCompact Flash 4GB Speicherkarte
. Ich persönlich habe ausschließlich Karten mit einer Kapazität von 4GB oder weniger und das hat auch einen guten Grund. Gerade bei hektischen Presse- oder Sportterminen schaffe ich mir so ein wenig Sicherheit, dass wenn tatsächlich mal eine Karte verloren geht oder einen defekt hat, dass nicht gleich alle Motive betroffen sind und ich genügend Ersatz habe. Mit den Karten von SanDisk bin ich seit Jahren sehr zufrieden, es wird teilweise sogar eine recht gute Recovery-Software mitgeliefert.
Fast mit am häufigsten werde ich gefragt, ob ich für meinen Blitz Akkus oder Batterien benutze und welche. Bis vor einem Jahr war ich davon überzeugt, dass es kaum gute Akkus gibt, die auch den Anforderungen der Blitze genügen. Somit habe ich jahrelang mit Batterien fotografiert, im Großhandel waren die guten Varta Batterien auch relativ preiswert und hielten lange. Irgendwann entdeckte ich dann die Eneloops von Sanyo und musste feststellen, dass das quasi Batterien sind, die ich wieder aufladen kann. Das tolle ist, dass die Akkus auch lange liegen können ohne sich gleich zu entladen, mit einem guten Ladegerät sind die Dinger auch in gut zwei Stunden wieder voll. Mittlerweile dürften davon bei mir rund 40 Stück herumliegen, Akkus kann man irgendwie nie genug haben.
Als Fotograf braucht man auch einen ordentlichen Drucker und das nicht nur um geschriebene Rechnungen auszudrucken. Auch hier habe ich lange gesucht, denn ich wollte ein Gerät haben, was gute und dennoch günstige Fotos drucken kann, CDs bedrucken kann und eine Kopie- und Scanfunktion hat. Gesucht und gefunden habe ich dann den Canon Pixma MG6250 Multifunktionsgerät (Scanner, Kopierer, Drucker, USB 2.0)
mit dem ich bislang auch äußerst zufrieden bin. Dank sechs separater Tintentanks ist er verhältnismäßig sparsam und über einen integrierten Kartenleser kann ich auch gleich die Bilder von der Speicherkarte ohne PC direkt drucken.
Was ist für Fotografen fast so wichtig wie die Kamera und ein gutes Auge? Richtig, Gaffa Tape oder liebevoll auch Gewebeband genannt. Bei Fotoshootings braucht man es um Kabel abzukleben, damit keiner drüber stolpert, außerdem eignet es sich zum befestigen aller möglichen Dinge an allen möglichen Dingen
. Es gibt auch nicht wenige Fotografen, die damit Teile ihrer Kameras zusammenhalten müssen. Ich persönlich habe immer mindestens eine Rolle im Auto liegen, denn brauchen tut man sie irgendwie fast bei jedem Shooting.
Hat man erst einmal alles fotografiert, dann darf natürlich die richtige Software nicht fehlen. Gerade bei Presse und Sportfotos benötige ich kein Photoshop oder ähnliches. Mit Adobe Photoshop Lightroom 4 deutsch WIN & MAC
kann ich alle notwendigen Bearbeitungsschritte durchführen, die Bilder verschlagworten und archivieren. Ich kann Bilder mit diversen Einstellmöglichkeiten exportieren oder in Webgalerien hochladen. Lightroom hat die Bildbearbeitung meiner Meinung nach revolutionär und vor allem erschwinglich gemacht.
Zu guter Letzt gehören noch einige “kleinere” Dinge in meine Tasche, die bei der täglichen Arbeit auch nicht fehlen dürfen. Unter anderem Synchronkabel, mein Olympus Diktiergerät, ein Hama Fernauslöser, eine Taschenlampe, ein Speicherkartenlesegerät, ein MultiTool Werkzeug, Sensorreiniger mit Wraps, USB Kabel, CD-Rohlinge und weil ich sie ständig verliere Ersatz Objektivdeckel
