Am Freitagabend gegen 18.45 Uhr kam es auf der L23 zwischen Groß-Brebel und Böel zu einem schweren Verkehrsunfall. Der Fahrer eines VW Touran wollte auf Höhe der Ruruper Straße nach links abbiegen und kam kurzzeitig zum Stehen um den Gegenverkehr durchzulassen. Auch die Fahrzeuge hinter dem VW erkannten das Fahrmanöver und kamen ebenfalls zum Stehen. Ein 24jähriger Motorradfahrer aus dem Kreisgebiet erkannte nicht rechtzeitig, dass ein Fahrzeug aus der Kolonne abbiegen wollte und setzte zum Überholen der Fahrzeuge an. Nahezu ungebremst prallte der Motorradfahrer in die Fahrerseite des VW. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Biker durch die hintere Scheibe in das Fahrzeug geschleudert, wo er auf der Rücksitzbank zum liegen kam. Ersthelfer kümmerten sich umgehend um den Motorradfahrer und setzten den Notruf ab.
Anhand der ersten Notrufe mit den Informationen, dass sich der Motorradfahrer noch in dem Fahrzeug befinden soll, beorderte die Leitstelle Nord zwei Rettungswagen, den Schleswiger Notarzt, sowie die Feuerwehren aus Süderbrarup und Brebel an die Einsatzstelle. Durch den Zusammenstoß mit dem Motorrad ließ sich die hintere linke Tür des Touran nicht mehr öffnen, der Motorradfahrer war eingeklemmt. “Unsere Aufgabe an der Einsatzstelle war es den Rettungsdienst zu unterstützen und den Motorradfahrer mit Schere und Spreizer aus dem Fahrzeug zu befreien”, so Rainer Erichsen der Einsatzleiter der Feuerwehr am Unfallort. Mit größter Vorsicht konnte der Biker aus dem Fahrzeug befreit werden und vom Notarzt versorgt werden.
Aufgrund der schwere der Verletzungen wurde der Rettungshubschrauber Christoph 42 aus Rendsburg nachalarmiert. Nach rund 40 Minuten Erstversorung am Unfallort wurde der Biker in die Diako nach Flensburg geflogen. Lebensgefahr konnte vor Ort nicht ausgechlossen werden. Der Fahrer des VW Touran erlitt bei dem Unfall einen Schock und wurde vorsorglich ins Krankenhaus gefahren. Die L23 war während der Rettungs- und Bergungsarbeiten rund eine Stunde voll gesperrt.

